Micha­el Rieth­mül­ler, Dr. Chris­tia­ne Mei­ne, Prof. Micha­el Kauf­mann (v. l. n. r.)

Vor­stands­vor­sit­zen­de Dr. Chris­tia­ne Meine

Der dem Begriff der „Ärzt­li­chen Kunst“ inne­woh­nen­de tie­fe­re Gehalt, dass der wah­re Medi­zi­ner mit einer den Musen abge­won­ne­nen Lei­den­schaft sein Amt aus­übt, fin­det in Dr. Chris­tia­ne Mei­ne eine glän­zen­de Bestä­ti­gung.

Denn die meh­re­re Jahr­zehn­te in Deutsch­land – dar­un­ter 16 Jah­re als lei­ten­der Arzt – in Leip­zig, Ber­lin, Ham­burg und andern­orts sowie im Aus­land, so auf Mal­lor­ca oder den Galá­pa­gos-Inseln, täti­ge gebür­ti­ge Leip­zi­ge­rin hat par­al­lel dazu auf künst­le­ri­schem Gebiet Erstaun­li­ches geleis­tet. Den Aus­gangs­punkt dazu bil­de­te ihre Tätig­keit als ers­ter Requi­si­teur an der Leip­zi­ger Oper in der Ära von Joa­chim Herz, dane­ben sind ihre Assis­ten­zen bei Heinz Arnold und Erhard Fischer zu erwäh­nen. Eben­so ertrag­reich gestal­te­ten sich ihre Arbeit unter Boy Gobert am Ham­bur­ger Tha­lia-Thea­ter oder das Zusam­men­wir­ken mit Bernd Wei­kl bei sei­ner viel­ge­rühm­ten Fal­staff-Insze­nie­rung. Die von ihr kon­zi­pier­ten Regie­se­mi­na­re mit Joa­chim Herz und Erhard Fischer in Bad Wild­bad genie­ßen mitt­ler­wei­le legen­dä­ren Ruf. In den letz­ten Jah­ren wie­der in Leip­zig ansäs­sig, unter­stütz­te sie die Schrift­stel­le­rin Sabi­ne Ebert bei der Ent­ste­hung ihres His­to­rien­epos 1813 und 1815.

Die per­sön­li­chen Begeg­nun­gen mit Kurt Masur in den Sieb­zi­ger­jah­ren mün­de­ten bald in eine enge Ver­bun­den­heit ange­sichts des Gleich­klangs vie­ler lei­ten­der Über­zeu­gun­gen, Gedan­ken und Ideen, sodass die Pfle­ge des Andenkens an den Meis­ter zu den unver­än­dert man­nig­fal­ti­gen Akti­vi­tä­ten zählt, die sich Dr. Chris­tia­ne Mei­ne immer wie­der mit bewun­derns­wer­tem Elan auferlegt.

Vor­stand Prof. Micha­el Kaufmann

Kurt Masur war für Micha­el Kauf­mann über mehr als zwei Jahr­zehn­te in viel­fa­cher Wei­se ein bedeu­ten­der Weg­be­glei­ter und er fühlt sich dem Masur-Leit­spruch „Durch die Kraft der Musik“ in beson­de­rer Wei­se ver­bun­den. Dass kul­tu­rel­le Ange­bo­te zugleich auch immer Ange­bo­te an eine huma­ne Zivil­ge­sell­schaft sein müs­sen, dass her­aus­ra­gen­de Kul­tur­er­eig­nis­se immer auch die Ein­la­dung zur Teil­ha­be mit sich tra­gen müs­sen, bele­gen ins­be­son­de­re sei­ne Grün­dungs­in­ten­danz an der Phil­har­mo­nie Essen und sei­ne Inten­dan­zen bei der Deut­schen Staats­phil­har­mo­nie Rhein­land-Pfalz und beim Kurt Weill Fest Des­sau. Die ihm ver­lie­he­nen Aus­zeich­nun­gen spie­geln dies wider: Er ist mit dem „Würth Preis“ der Jeu­nesses Musi­ca­les, einem „ECHO KLASSIK Son­der­preis“, mit den Prei­sen „Sozia­le Stadt“ des AWO Bun­des­ver­bands & Deut­schen Städ­te­tag und „Aktiv für Demo­kra­tie und Tole­ranz“ des ent­spre­chen­den Bünd­nis­ses aus­ge­zeich­net wor­den. Zwei­mal wur­den sei­ne Pro­gram­me als „Bes­te Kon­zert­pro­gramm der Sai­son“ durch den Deut­schen Musik­ver­le­ger Ver­band gewählt. Er ist Hono­rar­pro­fes­sur der Folk­wang Uni­ver­si­tät der Küns­te Essen und der Hoch­schu­le für Musik Karls­ru­he und Trä­ger des Öster­rei­chi­schen Ehren­kreu­zes für Wis­sen­schaft und Kunst (2008), sowie seit 2009 Che­va­lier des Arts et Let­tres der Fran­zö­si­schen Republik.

Vor­stand Micha­el Riethmüller

Als klas­si­scher Sei­ten­ein­stei­ger, mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung in der Füh­rung von Sport­ver­ei­nen, fas­zi­niert Micha­el Rieth­mül­ler (geb. 1966 in Grim­ma) an Kurt Masur des­sen inte­gra­ti­ve Kraft und ste­te Nach­wuchs­för­de­rung sowie des­sen huma­nis­ti­sche Hal­tung. Der ehe­ma­li­ge Gym­na­si­al­leh­rer, Vater von drei Kin­dern und heu­ti­ge Schul­re­fe­rent für Gym­na­si­en im Lan­des­amt für Schu­le und Bil­dung hat schon lan­ge sei­ne Hei­mat in Sach­sen. Dass hin­ter der Per­son von Kurt Masur so viel mehr steht als einer der bes­ten Diri­gen­ten und Kapell­meis­ter der Welt, möch­te er gemein­sam mit dem För­der­ver­ein des Insti­tu­tes the­ma­ti­sie­ren und wei­ter­tra­gen – beson­ders in Hin­blick auf jun­ge Men­schen. Durch sein Enga­ge­ment im För­der­ver­ein hofft er, Brü­cken schla­gen zu kön­nen, damit die Ange­bo­te und Impul­se des Kurt-Masur-Insti­tu­tes an vie­len Bil­dungs­ein­rich­tun­gen nach­hal­tig genutzt wer­den. Bereits jetzt ist die Kurt-Masur-Schu­le Leip­zig ein her­aus­ra­gen­des Bei­spiel dafür. In die­ser Grund­schu­le, an deren Namens­ge­bung Micha­el Rieth­mül­ler wesent­lich betei­ligt war, sind die Wer­te Kurt Masurs mit sei­ner inte­gra­ti­ven Kraft fes­ter Bestand­teil im Schul­pro­gramm und im geleb­ten Miteinander.