Kurt Masur und Israel – Musik überwindet Grenzen
Veranstaltung am 2. Juli 2021 im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig

Dank der groß­zü­gi­gen Unter­stüt­zung unse­res För­der­ver­eins konn­te das Inter­na­tio­na­le Kurt-Masur-Insti­tut eine wich­ti­gen Bei­trag zum Wir­ken Kurt Masurs Wir­ken in Isra­el rea­li­siert wer­den. In der Vita von Kurt Masur fin­det sich unter ande­rem der Ein­trag „Ehren­gast­di­ri­gent beim Isra­el Phil­har­mo­nic Orches­tra“. Ange­sichts des span­nungs­ge­la­de­nen Ver­hält­nis­ses zwi­schen der DDR und Isra­el erregt die­se Kon­stel­la­ti­on der Ehrung eines ost­deut­schen Diri­gen­ten vor allem Auf­merk­sam­keit – wie war das mög­lich? Yael Ben-Mos­he, Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin in Hai­fa, prä­sen­tier­te dank einer umfas­sen­den Quel­len­re­cher­che einen ers­ten Über­blick, wie es zu die­ser Ent­wick­lung kam, wie sich sei­ne Auf­ent­hal­te im Lan­de gestal­te­ten, auf wel­che Reso­nanz er traf und was das für das Musik­le­ben Isra­els bedeutete.

Sopra­nis­tin Ruth Inge­borg Ohl­mann und Karl-Heinz Müller am Flügel lie­ßen den sprach­lich inten­siv­dich­ten Vor­trag, gespro­chen von Fried­helm Eber­le, musi­ka­lisch nach­wir­ken, mit Lie­dern von Kurt Böhm, als „Gerech­ter unter den Völ­kern“ geehr­ter Kom­po­nist.

Ver­an­stal­ter: Föder­ver­ein Inter­na­tio­na­les Kurt-Masur-Insti­tut / Insti­tut für Kul­tur- und Uni­ver­sal­ge­schich­te Leip­zig e. V.
 

ANTISEMITISMUS RICHTET SICH GEGEN UNS ALLE

… das war der Tenor der beein­dru­cken­den Ver­an­stal­tung  am 27.06. 2921, die den Auf­takt der Jüdi­schen Woche in Leip­zig bil­de­te. Die immer­hin bereits 14. Auf­la­ge der Jüdi­schen Woche steht unter dem Mot­to „1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land“. Es war trotz des erns­ten The­mas und der Aktua­li­tät eine fröh­li­che Ver­an­stal­tung. Ober­bür­ger­meis­ter Jung eröff­ne­te salopp (ein Volks­fest) und der Opern­chor Leip­zig sang dazu das „Va pen­sie­ro“ aus der Oper „Nabuc­co“ von Gui­sep­pe Ver­di.  Abra­ham Leh­rer über­brach­te als Vize­prä­si­dent ein Gruß­wort des Zen­tral­rats der Juden in Deutsch­land – nach­denk­lich, war­nend, aber auch vom Wun­sche beseelt, dass das Zusam­men­le­ben wei­ter gelin­gen muss, wenn wir uns nicht als Gesell­schaft ins­ge­samt infra­ge stel­len wol­len. Küf Kauf­mann, der Vor­sit­zen­de der israe­li­ti­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaft zu Leip­zig und Prä­si­di­ums­mit­glied des Zen­tral­rats der Juden in Deutsch­land dank­te allen Mit­wir­ken­den  und Orga­ni­sa­to­ren die­ses Pro­gramms der Jüdi­schen Woche in Leip­zig, die vom 26.6. bis 4.7.  einen gro­ßen Quer­schnitt über jüdi­sches Leben, das Mit­ein­an­der bei­der Lebens­wei­sen, die düs­te­ren Jah­re der Nazi­herr­schaft und das lang­sa­me Wie­der­erwa­chen jüdi­schen Lebens zeigt.

Von über 20.000 Mit­glie­dern in Leip­zig der jüdi­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaft waren es noch 24, die 1945 die ers­te Gemein­de wie­der grün­de­ten. Der Rest war ermor­det, ver­schleppt, hei­mat­los gewor­den. Umso bewe­gen­der war es, dass sich eine gro­ße Zahl von Nach­fah­ren ein­ge­fun­den hat­te, um all jener zu gedenken.

Ein­drucks­voll wur­de die Ver­an­stal­tung umrahmt vom Ensem­ble Simkhat Hane­fesh und der Günz­burg Dynas­tie. Beim Klat­schen und Mit­sin­gen ent­fal­te­te sich ein Gemein­schafts­ge­fühl trotz Coro­na geschul­de­ten Abstands-und Mas­ken­re­geln. Selbst der Inten­dant der Leip­zi­ger Oper  Prof. Ulf Schir­mer ließ sich klat­schend von den Rhyth­men mit­rei­ßen.  Der För­der­ver­ein inter­na­tio­na­les Kurt Masur e.V. war durch sei­ne Leip­zi­ger Mit­glie­der  Frau Hent­schel, Frau Dr. Mei­ne, Herrn Dr. Die­se­ner und Herrn Rieth­mül­ler vertreten. 

5. Todestag Kurt Masurs

Die Musik ver­mag sehr viel, und ich glau­be, sie ver­mag gera­de in ent­schei­den­den Momen­ten des Lebens fast erlö­send zu wir­ken.“ (Kurt Masur, 1991)

Ehren­grab Kurt Masurs auf dem Süd­fried­hof Leipzig
Heu­te vor 5 Jah­ren starb Kurt Masur, der Namens­ge­ber unse­res Insti­tu­tes, Initia­tor zur Sanie­rung des Men­dels­sohn-Hau­ses, Huma­nist und vor allem Diri­gent! Es ist der Tomo­ko Masur, der Schirm­her­rin des Insti­tu­tes und wei­te­ren Mit­glie­dern der Fami­lie Masur ein beson­de­res Bedürf­nis sich an die­sem Tag an Sie zu wenden:
„Den 5. Todes­tag Kurt Masurs möch­te die Fami­lie Masur zum Anlass neh­men den vie­len mitt­ler­wei­le jah­re­lan­gen Unter­stüt­zern des Inter­na­tio­na­len Kurt-Masur-Insti­tu­tes zu dan­ken. Ihr Ein­satz für den leben­di­gen Erhalt des huma­nis­ti­schen und musi­ka­li­schen Erbes Kurt Masurs ist für uns alle ein Trost für unse­ren Ver­lust und zugleich ein Ansporn unse­re Arbeit wei­ter vor­an­zu­trei­ben. Wir wün­schen Ihnen und Ihrer Fami­lie für die Weih­nachts­zeit, dass Sie Ruhe fin­den, die Tage mit der Fami­lie genie­ßen kön­nen, Kraft schöp­fen und vor allem Gesundheit“
 

Erster Bericht über den Förderverein Internationales Kurt-Masur-Institut

Die inter­na­tio­nal aner­kann­te Kul­tur­platt­form der „Online Mer­ker“ berich­te­te in die­sem Som­mer über den För­der­ver­ein und das ers­te Ver­eins­tref­fen. Die zahl­rei­chen und ehr­gei­zi­gen Vor­ha­ben des Inter­na­tio­na­len Kurt-Masur-Insti­tu­tes waren in der Ver­gan­gen­heit und sind auch in der Zukunft ohne ver­läss­li­che, auf­ge­schlos­se­ne und ziel­stre­bi­ge Part­ner nicht denk­bar. Der För­der­ver­ein des Insti­tu­tes sieht es als Geschenk, aber auch als eine wich­ti­ge Auf­ga­be, das Kurt-Masur-Insti­tut in sei­nem Sinn und sei­nem Geist zu unter­stüt­zen.
https://onlinemerker.com/leipzig-internationales-kurt-masur-institut-neue-unterstuetzer-fuer-das-internationale-kurt-masur-institut-mit-sitz-in-leipzig/

Kurt Masur verbindet – Erstes Vereinstreffen

Ers­tes Tref­fen des För­der­ver­eins im Som­mer 2020

„Wie ver­schie­den die Men­schen auch sind, die Musik – ganz gleich, wo und wann sie ent­stan­den ist – führt sie zusam­men“, sag­te einst Kurt Masur. Nach einer lan­gen Pha­se von Kon­takt­be­schrän­kun­gen und der Stil­le der Musik, kamen im Som­mer 2020 die Mit­glie­der der För­der­ver­eins Inter­na­tio­na­les Kurt-Masur-Insti­tut zum ers­ten Mal im Gar­ten des Men­dels­sohn-Hau­ses zusam­men. Neben der Gewin­nung neu­er Mit­glie­der wur­den bei regem Aus­tausch neue Ideen für zukünf­ti­ge Pro­jek­te gesam­melt, wie die Unter­stüt­zung eines Sing­spiels zum Leben Kurt Masurs. Eine beson­de­re Ehre war der Besuch des öster­rei­chi­schen Kom­po­nis­ten und Chan­so­nier HK Gru­ber beim ers­ten Vereinstreffen.