Gelungene Kooperation mit dem Bundesjazzorchester und dem Kunstkraftwerk Leipzig

Am Sonntag, den 17. November 2019 gastierte das Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit israelischen Musikern und einem multimedialen Konzertprogramm zum 100. Bauhaus-Jubiläum im Kunstkraftwerk. Eine aus Mitgliedern des Bundesjazzorchester (BuJazzO) und Studenten des Center for Jazz Studies am Israel Conservatory of Mus gemischte Bigband präsentiert mit Vokalensemble das Stummfilmprogramm „Klingende Utopien – 100 Jahre Bauhaus“.

copyright: Kunstkraftwerk/Luca Migliore
copyright: Kunstkraftwerk/Luca Migliore

„Das Projekt verknüpft auf einzigartige Weise Architektur, Film und Musik. Im improvisatorischen Geist des Jazz und des Bauhaus werden die Begriffe Freundschaft und Freiheit im menschlichen und kreativen Austausch mit Leben gefüllt“, sagt dazu Dominik Seidler, Projektleiter des Bundesjazzorchesters.

Im Zentrum stehen fünf Filme des Bauhausmeisters László Moholy-Nagy. Er schlägt inhaltlich sowie filmästhetisch gesehen den Bogen vom frühen Experimentalfilm über den Architekturfilm bis zur sozialen Dokumentation. Die Komposition „White City“ von Oliver Schneller stellt die Themen „Architektur“ und „Migration“ in den Mittelpunkt, indem projizierte Bilder der „Weißen Stadt“ in Tel Aviv in Dialog mit musikalischen Kompositionen treten.

Internationales Kurt-Masur-Forum stiftet 3. Preis des Deutschen Dirigentenpreises

Das Dirigentenforum vergab am 18. Oktober 2019 in Kooperation u.a. mit der Kölner Philharmonie, dem Internationalen Kurt-Masur-Institut, der Oper Köln den Deutschen Dirigentenpreis 2019. Das Internationale Kurt-Masur-Institut stiftete in diesem Jahr erstmals den 3. Preis des Wettbewerbs und möchte damit die Initiative des Deutscher Musikrat unterstützen. Getreu dem Motto des Institutes „Musik – Begegnung – Inspiration“ soll dieser Preis junge Künstler ermutigen und ihnen eine Inspiration sein, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen. Den mit 5.000 EUR dotierten 3. Preis erhielt Chloé van Soeterstède. Sie studierte in Paris, London und

Chloé van Soeterstède am Pult des WDR SInfonieorchesters im Finalkonzert des Deutschen Dirigentenpreises 2019

Manchester. 2018 war sie Finalistin beim International Donatella Flick & LSO Conducting Competition und erreichte 2017 das Viertelfinale beim Besançon International Conducting Competition. Sie ist Gründerin und Künstlerische Leiterin des Ensembles Arch Sinfonia, das Konzerte in London, Paris und Lille gibt. Assistenzen bei Vladimir Jurowski, Vassily Petrenko und François-Xavier Roth führten sie zum Hallé Orchestra, London Philharmonic Orchestra, BBC Philharmonic, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und zur Opera Holland Park. Als Gastdirigentin war sie u.a. beim Orchestre National de Lille, dem Berkeley Ensemble und dem Orchestre Victor Hugo Franche-Comté zu erleben.

„30 Jahre Friedliche Revolution: Der Klang der Freiheit bei Ludwig van Beethoven und Kurt Masur“

Vom 8. bis 13. Oktober 2019 hat sich das Internationale Kurt-Masur-Institut mit dem Projekt „30 Jahre Friedliche Revolution: Der Klang der Freiheit bei Ludwig van Beethoven und Kurt Masur“ an den Feierlichkeiten zum Jubiläum der Friedlichen Revolution beteiligt. In zahlreichen Veranstaltungen, einer Ausstellung und einem Schülerkonzert sollen alle Schichten und kulturellen Facetten angesprochen und inspiriert.

Am 9. Oktober um 13.45 Uhr rief Kurt Masur den SED-Kultursekretär Kurt Meyer an, mit dem er sich bereits drei Tage zuvor voller Sorge über die zunehmend bedrohliche Lage ausgetauscht hatte. Masur regte an, gemeinsam darüber nachzudenken, was man tun könne, um den Ereignissen mit „Besonnenheit“ auf beiden Seiten entgegenzutreten. Im 30. Jahr nach den Ereignissen der Friedlichen Revolution wird das Internationale Kurt-Masur-Institut die demokratischen Ideale Kurt Masurs mit dem Schlüsselwerk der Klassik, Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie in einen Kontext gestellt.

Voller Freude blicken wir zurück auf eine gelungene Veranstaltungsreihe zum 30-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und vor allem unsere zahlreichen Gäste. Dieser Erfolg stimmt uns zuversichtlich für die kommenden Projekte und ermutigt uns, genau so weiterzumachen.

„O Freunde, nicht diese Töne versus Alle Menschen werden Brüder“ – Pädagogische Arbeit

Das Crowd-Funding Projekt des Internationalen Kurt-Masur-Institutes

Das Internationale Kurt-Masur-Institut hat es sich zur Aufgabe gemacht, das musikalische und humanistische Erbe Kurt Masurs zu pflegen und lebendig zu halten. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, würden wir uns über Ihre Unterstützung freuen!

In Kooperation mit mehreren Grund- und weiterführenden Schulen soll 2020 ein Jahr lang gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen eine kreative Auseinandersetzung mit Kurt Masur und der Musik Beethovens stattfinden. Der Beginn des Schlusssatzes der 9. Sinfonie „O Freunde, nicht diese Töne, sondern lasst uns angenehmere anstimmen“ steht synonym dafür, dass es einen Zustand friedlicher Koexistenz nicht ohne eigene Mitwirkung geben kann. Kurt Masur hat dieses „Was können wir tun?“ nicht erst im Kontext der Friedlichen Revolution 1989 zum Maßstab seines Handelns gemacht. Diese mutige Haltung ist auch der Impulsgeber für ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen sein. Ein Bestandteil wird die Aufführung eines Singspiels gemeinsam mit der Kurt-Masur-Schule sein.

Dabei soll insbesondere die Entwicklung eigener Perfomances eine wichtige Rolle spielen. Ebenso werden Aufführungen und Präsentationen des selbst Erarbeiteten stattfinden und die Wechselwirkung zwischen musikalisch-künstlerischer Beschäftigung sowie der Entwicklung einer offenen und auf wechselseitigem Respekt angelegten Gesellschaft erlebbar werden.

Noch bis Ende November sucht das Internationale Kurt-Masur-Institut in der Crowd-Funding-Aktion nach Stiftern. Unter der Seite https://www.leipziger-crowd.de/masur-beethoven können Sie uns in unserer Arbeit unterstützen. Sie erhalten für Ihre Spenden tolle Prämien!

———————–

Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit

Verdienstkreuz 1. Klasse am Bande geht an Tomoko Masur

Leipzig, den 2. Oktober 2019

„Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden““ – unter diesem Motto zeichnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 2. Oktober 2019 um 11.00 Uhr in Schloss Bellevue 25 Bürgerinnen und Bürger zum Tag der Deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus.

Verleihung der Verdienstorden 1. Klasse an Tomoko Masur Bildrechte: Angelika Pohler
Bildrechte: Angelika Pohler

Die 12 Frauen und 13 Männer sind Akteure der Friedlichen Revolution und besonders engagierte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft. Es sind Menschen, die mit Tatkraft und Mut unsere Gesellschaft und unsere Zukunft gestalten und dabei auch Grenzen überwinden. Unter Ihnen die Gründerin, Stifterin und Präsidentin des Internationalen Kurt-Masur-Institutes, Tomoko Masur.

Tomoko Masur bringt sich mit großer Hingabe in das Kulturleben der Musikstadt Leipzig ein. Dabei liegt ihr besonders die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung am Herzen, die ihr Mann, der gefeierte Dirigent Kurt Masur, 1991 gegründet hat. Mit ihm zusammen hat sie sich dem Erhalt des Leipziger Mendelssohn-Hauses gewidmet, dem Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch im Ausland setzt sich Tomoko Masur dafür ein, dass das Werk des genialen Komponisten lebendig bleibt. Bei ihrem Engagement hält sie sich immer an die Maxime von Kurt Masur: Sie organisiert weltweit Charity-Konzerte und Symposien zu Felix Mendelssohn Bartholdy – und gründete zu diesem Zweck auch Mendelssohn-Gesellschaften in New York und Tokio. Seit mehr als 20 Jahren ist sie darüber hinaus als musikalische Botschafterin mit ihrem eigenen Ensemble unterwegs und leistet auch damit einen wertvollen Beitrag für den interkulturellen Dialog.

Seit 2016 ist sie mit einem hohen persönlichen Einsatz bemüht, das Vermächtnis des Dirigenten und Weltbürgers Kurt Masur für künftige Generationen lebendig zu erhalten und einen Ort der Begegnung wie der kulturellen Bildung mit dem Internationalen Kurt-Masur-Institut zu schaffen.

——————————————-

30 Jahre „Aufruf der Leipziger Sechs“

2. KURT MASUR FORUM

10. Oktober 2019, 19.00 Uhr

Mendelssohn-Saal

im Gewandhaus zu Leipzig

Mit den Zeitzeugen Bernd-Lutz Lange,

Roland Wötzel und Kurt Meyer sowie den

Historikern Thomas Ahbe und Sascha Lange

Als die Lage am 9. Oktober 1989 zu eskalieren drohte und eine gewaltsame Lösung wie kurz zuvor in Peking auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ im Raum stand, verfasste Kurt Masur gemeinsam mit dem Kabarettisten Bernd-Lutz Lange und vier weiteren Leipziger Persönlichkeiten einen Aufruf zur Gewaltlosigkeit. Gelesen von Masur wurde er bei der Montagsdemonstration über den Stadtfunk, das Radio und in den Kirchen öffentlich verbreitet, was nicht unwesentlich zu einem friedlichen Verlauf des Tages beigetragen hat.

Anlässlich des Jahrestages des „Aufrufs der Leipziger Sechs“ veranstaltet das Internationale Kurt-Masur-Forum einen offenen Dialog im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses. Dabei sollen das Wirken der Gruppe, die historischen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen auf die heutige Zeit spannend vermittelt werden. Bernd-Lutz Lange und Sascha Lange präsentieren Erkenntnisse aus ihrem Buch „David gegen Goliath“. Das Podium vereint darüber hinaus noch einmal Mitglieder der Leipziger Sechs sowie die Historiker Thomas Ahbe und Sascha Lange.

Musikalisches Rahmenprogramm u.a. mit Frank Nowicky

Ticket: 9,10 Euro (ermäßigt 5,00 Euro)

Tickets in den Vorverkaufsstellen des Gewandhauses

sowie unter www.eventim.de

Kinderfest des Internationalen Kurt-Masur-Institutes und der Kurt-Masur-Schule

Mitsingen und Mitmachen erwünscht – Kindertag auf dem Kurt-Masur-Platz

21. Juni 2019 – 10:00 Uhr – 13:00 Uhr, Kurt-Masur-Platz, Leipzig

Die Kurt-Masur-Schule feiert am 21. Juni 2019 von 10:00-13:00 Uhr den Kindertag auf dem im vergangenen Jahr nach Kurt Masur benannten Platz zwischen Gewandhaus und Moritzbastei.

Der Schulchor wird halbstündig eine bunte Mischung aus Kanons, Kinder- und Volksliedern sowie Liedern aus ihrem „Gespenstergrusical“ zu Gehör bringen und zum Mitsingen anregen. Für Kurt Masur war das gemeinsame Singen und das Singen von Volksliedern als einfache Form des gemeinsamen Musizierens ein besonderes persönliches Anliegen.

Auf der Terrasse der mb geben die Akrobaten des Artistik Schulprojekt e.V. Einblick in ihr Können. Förderverein und der Elternrat präsentieren ihre Arbeit, ebenso wie die Streitschlichter und die Kleinen Sanitäter der Schule. Aber nicht nur Zuschauen und Zuhören ist gefragt. Die Kinder können sich in Geschicklichkeitsspielen ausprobieren, mit Malkreide die Fußgängerzone verschönern, Origami basteln oder sich beim Kinderschminken verwandeln lassen. Einer der Höhepunkte werden sicher die Mitmachangebote von INSPIRATA sein, die sie speziell für 3. und 4. Klassen ausgewählt haben. Mit dabei ist auch die Bläsergruppe der Musikschule Leipzig.

Mitsingen und Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht!
Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Oberkeller der Moritzbastei statt.

Mit freundlicher Unterstützung der Moritzbastei!

Auftakt zur Reihe „Dirigenten in der DDR“

Leipzig, den 26.03.2019

Die Gesprächsreihe DIRIGENTEN IN DER DDR zeichnet 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution den außergewöhnlichen, Kulturgeschichtlichen Wirkungsgrad der besonderen Berufsgruppe der Dirigenten in der DDR mit ihrem beruflichen „Lebensspagat“ nach.

„Ein Interpret muss versuchen, zu den Quellen zurückzugehen“, so der gebürtige Dresdner Hartmut Haenchen. Der Dirigier- und Gesangsausbildung in seiner Heimatstadt folgten Stationen u. a. in Halle (Saale), Zwickau, Berlin und bei der Dresdner Philharmonie. Beim diesem Werdegang unterstütze und förderte ihn stets, trotz aller politischen Widerstände, Kurt Masur, der später über ihn sagte „Was mich immer tief beeindruckt hat, war nicht nur der Ernst Ihrer Arbeit, sondern auch die Kompromisslosigkeit und Beharrlichkeit Ihres Wirkens.“

Im Gespräch mit Prof. Georg Christoph Sandmann wird der international renommierte Dirigent Hartmut Haenchen über seine Arbeit und Erlebnisse in der DDR berichten und reflektiert dies ganz bewusst für das heutige Wirken von Künstlern.

Samstag, 13. April 2019, 17:00 Uhr, Musiksalon des Mendelssohn-Hauses, Goldschmidtstraße 12

Besetzung:

Gespräch – Tomoko Masur, Prof. Georg Christoph Sandmann und Hartmut Haenchen

Ticketpreis: 10 Euro

Vorverkauf: 0341 – 25 69 6141 oder info@masur-institut.de

———-

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Notenspur Leipzig e.V.

Türöffner Masur – „Unmögliches hat in der Kunst Gelingenchancen“ (A. Schnittke)

Samstag, 02. März 2019, 15 Uhr, Gartenhaus des Mendelssohn-Hauses, Goldschmidtstraße 12

Musik        – Sophia Reuter | Viola
Jacques Ammon | Piano
Gespräch  – Tomoko Masur, Sophia Reuter, Werner Schneider
30 Jahre nach der friedlichen Revolution widmet sich der Notenspur-Salon der engen Beziehung Kurt Masurs zur russischen Musik. Lange vor den Ereignissen im Herbst 1989 hat er Kontakte in die Sowjetunion geknüpft, dort mit seinen Interpretationen Menschen begeistert und Komponisten gefördert, die in Konflikt mit dem herrschenden System geraten waren.
Hören Sie in diesem Notenspur-Salon Musik von Schostakowitsch und Schnittke. Lauschen Sie gespannt, wenn Tomoko Masur, Sophia Reuter und Werner Schneider den Einsatz Kurt Masurs für diese bedeutenden Musiker (und die Musikstadt Leipzig) lebendig werden lassen.
(inkl. Pause mit Kaffee und Kuchen)
Veranstalter: Notenspur Leipzig e.V. in Kooperation mit dem Intern. Kurt-Masur-Institut
Eintrittskarten: 15,00 € / ermäßigt*: 10,00 € (inkl. VVK-Gebühr)
Tickets unter www.ticketgalerie.de, 0800 21 81 050 (kostenfreie Ticket- Hotline)

———————————————————–

1. KURT-MASUR-FORUM 25.10.2018

Begrüßungsworte von Tomoko Masur – Präsidentin des Instituts

„Ich begrüsse Sie herzlich, verehrte Frau Prof. Süssmuth, geehrte Sächsische Staatssekretärin Frau Kraushaar, lieber Herr Sebastian Krumbiegel und verehrtes Publikum zum ersten Kurt Masur-Forum des Internationalen Kurt-Masur-Instituts.  Gern möchte ich mit einem Zitat von Kurt Masur beginnen:

Als Kurt für das Amt des 1.Bundespräsident für das vereinigte Deutschland gleich nach der Wendezeit angefragt wurde, hat er das dankend abgelehnt. Er sagte, dass seine Aktivitaet bis dahin als “Politiker wider Willen” war: Von den ersten Momenten an, als er am 9.10.1989 in Leipzig in der hoch angespannten Situation durch den Stadtfunk an die Demonstranten in der Stadt appeliert hatte und auch in den folgende Tagen, als er “sein” Gewandhaus, das Foyer und diesen Saal für die “Freie Sprache” geöffnet hatte, um Dialogue zwischen verschiedene Meinungen den Bürgern und Funkzionärern der Stadt und Partei zu ermöglichen, war alles für ihn ein drängendes Bedürfnis in der bestehenden Situation.

Seine politische Haltung auch weiterhin als Musiker äußern zu können, dies im Sinn des “Alle Menschen werden Brüder” weiter zu praktizieren und viele Menschen durch Singen, Spielen und Hören der Musik zu gewinnen und zu begeistern, waren sein höchster Wunsch und Traum.Seine Stärke war, die Musik als gute Botschaft, die uns in unserem Alltag viele Impulse und Inspirationen schenkt, weiter zu geben, um zwischen verschiedenen Welten ein besseres Verständnis und auch eine bessere Verständigung zu schaffen.

In diesem Sinne freue ich mich sehr, dass Frau Prof. Süssmuth dem 1.Kurt Masur Forum ein besonderes Gewicht gibt. Gemeinsam wird sie mit Sebastian Krumbiegel und Staatssekretärin Kraushaar darüber diskutieren, wie es um unsere Gesellschaft steht und welche Impulse wir heute geben können. Ich würde mich sehr freuen, wenn Herrn Kurmbiegel durch seine Musik und Texte spontan weitere Anregungen für die heutige Veranstaltung gibt.

Ich freue mich mit Ihnen auf das 1. Kurt Masur Forum und wünsche Ihnen allen einen inspirierenden Abend!“

———————————————————————

Rita Süßmuth und Musiker Sebastian Krumbiegel waren Gesprächsgäste des 1. Kurt-Masur-Forums, das am 25. Oktober 2018 stattfand. Sie widmeten sich dem Thema „Die Welt aus den Fugen“. Den musikalischen Teil (Auftakt, Intermezzo und Abschluss) bestritt das Ensemble BRuCH,  u.a. die Komposition von Sebastian Pilgrim, dem ersten Preisträger des Kurt-Masur-Preises,  Moderation: Michael Ernst
Unter dem Motto „Musik – Begegnung – Inspiration“ will das Masur-Institut künftig in regelmäßigen Abständen zum Diskurs über Humanität und Gesellschaft einladen.

Konzert der Akademisten der Kurt Masur Akademie – Orchesterakademie der Dresdner Philharmonie

Dienstag, 05.06.2018, 19 Uhr, Musiksalon im Mendelssohn-Haus, Goldschmidstraße 12

Kurt Masur hat sich Zeit seines Lebens intensiv für den musikalischen Nachwuchs eingesetzt. Es war ihm insbesondere eine Herzensangelegenheit, den Spitzennachwuchs zu fördern.
Die Kurt Masur Akademie – Orchesterakademie der Dresdner Philharmonie hat sich unter der Maxime „Zukunft gestalten – Innovation wagen – Tradition bewahren“ diesem Zweck verschrieben. Seit Beginn der Spielzeit 2017/2018 bietet die Akademie jungen, besonders begabten Profi-Musikerinnen und -Musikern aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, sich innerhalb des traditionsreichen Spitzenorchesters auf ihren Beruf vorzubereiten. Gleichzeitig studieren sie im weiterbildenden Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Orchesterpraxis an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
Die Zusammenarbeit des Internationalen Kurt-Masur-Instituts und der Kurt Masur Akademie bietet mit diesem Konzert sowohl ein Podium für die musikalische Vorstellung der Akademisten als auch für die Wahrung des Erbes von Kurt Masur und seiner unermüdlichen Arbeit für die Musik.

Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Konzertstück Nr. 2 in d-Moll op.114 für Klarinette, Fagott und Klavier

Astor Piazzolla (1921-1992): 3 Tangos für Violine und Kontrabass

Árni Egilsson (*1939): An Old Fashioned Bass Piece

Sergei Rachmaninoff (1873-1943): Trio Élégiaque Nr. 1 in g-Moll op.8

Isang Yun (1917-1995): Monolog für Fagott

Johannes Brahms (1833-1897): Trio in a-Moll op.114 für Klarinette, Violoncello und Klavier

Es spielen:

Eunsil Kang | Violine, Sofia von Freydorf | Violoncello, Joshua Chávez | Kontrabass, Billy Schmidt | Klarinette, Selma Bauer | Fagott, Alberto Menjón | Piano

——-

Mitsingen und Mitmachen erwünscht – Kindertag auf dem Kurt-Masur-Platz

Die Kurt-Masur-Schule feiert am 1. Juni 2018 von 10-13 Uhr ihren Kindertag auf dem im vergangenen Jahr nach Kurt Masur benannten Platz zwischen Gewandhaus und Moritzbastei.

Der Schulchor wird halbstündig eine bunte Mischung“ aus  Kanons, Kinder- und Volksliedern sowie Liedern aus ihrem Gespenstergrusical zu Gehör bringen und zum Mitsingen anregen. Für Kurt Masur war das gemeinsame Singen und das Singen von Volksliedern als einfache Form des gemeinsamen Musizierens ein besonderes persönliches Anliegen.

Auf der Terrasse der mb geben die Akrobaten des Artistik Schulprojekt e.V. Einblick in ihr Können. Förderverein und der Elternrat präsentieren ihre Arbeit, ebenso wie die Streitschlichter und die Kleinen Sanitäter der Schule. Aber nicht nur Zuschauen und Zuhören ist gefragt. Die Kinder können sich in Geschicklichkeitsspielen oder bei den Mitmachangeboten von INSPIRATE ausprobieren, mit Malkreide die Fußgängerzone verschönern, sich beim Kinderschminken verwandeln lassen.

Der musikalische Teil wird in Kooperation mit dem Internationalen Kurt-Masur-Institut präsentiert, das sich und seine Projekte an einem Stand vorstellt.

——-

Kostenfreie Führung durch die Kurt-Masur-Ausstellung

Am Donnerstag, dem 12. April, um 17 Uhr, wird Tomoko Masur persönlich durch die neue Kurt-Masur-Ausstellung führen.
In den Ausstellungsräumen ist eine multimediale Dauerausstellung mit zahlreichen Fotos und Textdokumente zu sehen, die wichtige Arbeits- und Lebensstationen von Kurt Masur dokumentiert. Eine Audio-/Videostation sowie Objekte aus dem Besitz der Familie Masur ergänzen die Präsentation. Zu sehen sind auch persönliche Gegenstände sowie ausgewählte Ehrungen und Auszeichnungen, die Kurt Masur für seine künstlerischen Leistungen und für seinen Einsatz für humanistische Werte weltweit erhielt.
Die Ausstellung ist im Rahmen der Öffnungszeiten des Mendelssohn-Hauses täglich von 10.00-18.00 Uhr für Besucher zugänglich.
Künftig wird jeweils am eintrittsfreien Donnerstag des Mendelssohn-Hauses um 17 Uhr eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung stattfinden.

Die Kurt-Masur-Ausstellung befindet sich in der 2. Etage des Mendelssohn-Hauses und ist täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Auf der gleiche Etage, neben der Ausstellung, finden Sie nun auch das Büro des Instituts. Es ist jeweils montags und dienstags von 10.00 – 17.30 Uhr besetzt.

——-

Internationales Kurt-Masur-Institut eröffnete im November in Leipzig mit Anne-Sophie Mutter

Mit einem großen Festwochenende wurde vom 4. bis 5. November 2017 die neuen Räumlichkeiten der Stiftung Internationales Kurt-Masur-Institut (IKMI) im Mendelssohn-Haus Leipzig eingeweiht. Am Samstag waren Besucher zu einem Tag der offenen Tür willkommen.

Am Sonntag lud das erste Kurt-Masur-Symposium im Gewandhaus zum wissenschaftlichen Diskurs ein. Namhafte international bekannte Freunde, Kollegen, Interpreten und Schüler Kurt Masurs haben sich zu seiner Arbeitsweise und seiner Beethoven-Interpretation ausgetauscht. Im Podium diskutierten die Geigerin Anne-Sophie Mutter, der Pianist Lambert Orkis, der Dirigent Ken-David Masur sowie Dr. Michael Ladenburger vom Beethovenhaus Bonn und der Musikwissenschaftler Prof. Peter Gülke.

Dazu brachten das amerikanische Lee Trio und ein Streichtrio mit Stipendiaten der Anne-Sophie Mutter Stiftung Musik von Ludwig van Beethoven zu Gehör.

Bereits am 21. September 2017 veranstaltete das IKMI in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Leipzig im Gewandhaus zu Leipzig ein Benefizkonzert zugunsten der Parkinson-Forschung.

Im Mendelssohn-Haus Leipzig, dem letzten Wohnhaus des Komponisten, welches durch die große Unterstützung von Kurt Masur ein Stück 19. Jahrhundert erlebbar macht, entsteht ein Zentrum für Begegnung und kulturelle Bildung: Ziel des Internationalen Kurt-Masur-Instituts ist es, basierend auf Masurs humanistischer, musikalischer, gesellschaftlicher Haltung und Gesinnung, einen Dialog durch Musik auf nationaler und internationaler Ebene zu fördern. „Man muss an die Kraft der Musik glauben und sie fühlen lernen. Sie vermag das Gute im Menschen zu erwecken und zu stärken“, so der Maestro. Finanziell unterstützt wird das IKMI vom Dezernat Kultur der Stadt Leipzig.

Getreu dem Motto des Internationalen Kurt-Masur-Instituts „Musik – Begegnung – Inspiration“ entwickelte das Kuratorium unter der Präsidentin und Stifterin Tomoko Masur und der ersten Geschäftsführerin Anna-Barbara Schmidt ein ambitioniertes Stiftungsprogramm. Geplant sind Seminare und Meisterkurse für junge Musiker unter dem Titel Kurt-Masur-Akademie sowie Kurt-Masur-Lectures, in denen gesellschaftsrelevante Themen von internationalen Persönlichkeiten mit großer Inspirationskraft vorgetragen werden. Das öffentliche Gespräch zwischen Kurt Masur, Helmut Schmidt und Peter Maffay im Oktober 2014 anlässlich des 25. Jubiläums der Friedlichen Revolution (Peterskirche Leipzig) gilt als Auftakt dieser Reihe. Außerdem wird das IKMI in regelmäßigen Abständen zum wissenschaftlichen Diskurs, dem Kurt-Masur-Symposium, einladen.

Eine weitere entscheidende Säule der Stiftungsarbeit ist der Aufbau des Kurt-Masur-Archivs, welches in den Räumlichkeiten des Mendelssohn-Hauses dem Publikum Schritt für Schritt zugänglich gemacht werden soll. Es dient als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit Kultur und Gesellschaft sowie für musikwissenschaftliche Forschung und Studien. Das Privatarchiv des Dirigenten birgt über 2.000 Briefe, zahlreiche Ton- und Filmaufnahmen sowie Presseartikel und Programmhefte aus über 70 Jahren. Hinzu kommen umfangreiche Sammlungen von Fotos, Noten/Partituren, Plakaten und Kunstwerken sowie eine ergiebige Musikbibliothek.

Der erste Grundstein für die öffentliche Nutzung des Archivs wurde am 4. April 2017 gelegt. Der Lions Club Leipzig Saxonia fördert mit einer Summe von über 2.000 Euro die Erstellung eines Reprints der Partitur von Benjamin Brittens War Requiem mit handschriftlichen Eintragungen des Maestros aus seinem Nachlass. Kurt Masur bezeichnete die Komposition als sein Bekenntniswerk und dirigierte diese 1990 zum ersten Mal im Rahmen der berühmten Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Im Gewandhaus Leipzig erklang das Requiem erstmals am 12. Oktober 1991 zum Abschluss der Gewandhaus-Festtage und 1992 schließlich auch zum Saisonabschluss in der New Yorker Avery Fisher Hall sowie im selben Jahr anlässlich des Memorial Day in der Cathedral Saint John the Divine. CD-Aufnahmen dieses Werkes entstanden mit dem New York Philharmonic und dem London Philharmonic Orchestra. In Verbindung mit den Aufnahmen, zahlreichen Presse- und Programmdokumentation wird das Notenmaterial interessierten Besuchern und vor allem auch jungen Dirigenten und Musikern zukünftig zur Verfügung gestellt werden.

„Seit mein so verehrter und geliebter Mann verstorben ist, treffe ich viele Menschen auf der ganzen Welt, die mir ihre ganz persönlichen Gedanken und Geschichten über ihren Kurt Masur erzählen. Ob berühmt oder nicht; ob Musiker, Politiker, Geschäftsfrau oder -mann oder einfach nur Bürger, sie alle berichten mit großer Leidenschaft und Wärme über ihre Begegnungen mit meinem Mann. Das ist überwältigend. Und es ist ein Beweis, dass Kurt als ein lebendiges Geisteswesen weiter in den Herzen vieler Menschen getragen wird“, so Tomoko Masur.

Tomoko Masur, die Frau des ehemaligen Gewandhauskapellmeisters, der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung und der geschäftsführende Direktor des Mendelssohn-Hauses Jürgen Ernst initiierten die Gründung der rechtlich unselbständigen gemeinnützigen Stiftung Internationales Kurt-Masur-Institut. Trägerin der am 25. März 2016 gegründeten Stiftung ist die rechtlich selbständige Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung. Im Kuratorium sind neben Tomoko Masur, Anna Dutkiewicz (Wroclaw, Polen), Dr. Skadi Jennicke (Kulturbürgermeisterin Leipzig) Annette Körner (Mitglied des Leipziger Stadtrates und Vorsitzende des Kulturausschusses), Ken-David Masur (Assistant Conductor Boston Symphony Orchestra) und Ilona Schmiel (Intendantin Tonhalle-Gesellschaft Zürich).

——-

Kurt-Masur-Förderpreis erstmals in Leipzig verliehen

Im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbes wurde am Freitag, den 10. März 2017 in Leipzig erstmals der Kurt-Masur-Förderpreis der Stiftung Internationales Kurt-Masur-Institut verliehen. Das Werk des Preisträgers Sebastian Pilgrim wird 2018 nochmals zur Aufführung kommen.
„Musik muss die Menschen direkt ansprechen. Sebastian Pilgrims Vertonung der 4 Schwitters-Gedichte berührt zwei wesentliche Punkte: Menschlichkeit und Humor. In der wunderbaren Interpretation des Ensembles BRuCH erleben kompositorisches Können und musikalisch wie auch literarischer Witz eine gekonnte und vergnügliche Vereinigung.“

Im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbes wurde am Samstag, dem 11. März 2017, im Gewandhaus zu Leipzig erstmals der Kurt-Masur-Förderpreis der Stiftung Internationales Kurt-Masur-Institut verliehen. Der Preis in der Kategorie Komposition wurde von Stiftungspräsidentin Tomoko Masur überreicht und ist mit einem Preisgeld von 1000,- € sowie mehrerer Aufführungsmöglichkeiten des preisgekrönten Werkes verbunden. Am Sonntag, dem 12. März 2017, fand überdies ein Benefizkonzert der Kurt Masur Akademie – Orchesterakademie der Dresdner Philharmonie e.V. unter der Leitung von Michael Sanderling statt. Dieses Konzert gilt dem Andenken Kurt Masurs. Schirmherrin der noch zu Lebzeiten gemeinsam mit Masur initiierten Kurt Masur Orchesterakademie ist Tomoko Masur.

Mit einer „Hommage à Kurt Masur“ ehrte das Orchestre National de France am 9. Februar 2017 seinen ehemaligen Chefdirigenten. Die Solistin ist Anne-Sophie Mutter. Die Leitung des Orchesters übernahm sein Sohn Ken-David Masur. Zum ersten Todestag von Kurt Masur, am 19. Dezember 2016, ehrte zudem die Stadt Breslau ihren Ehrenbürger mit einer Gedenkfeier und der Enthüllung einer Gedenktafel in der Hauptkirche St. Elisabeth. Zuvor wurde am 20. November 2016 in Ueno (Japan) Kurt Masurs in Form eines festlichen Konzertes gedacht.